NEUROLOGIE (Nervenheilkunde)

„Man hilft den Menschen nicht, wenn man für sie tut, was sie selbst tun können.“  Abraham Lincoln

In der Neurologie behandeln wir vor allem bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems, wie z. B. Schlaganfall, Schädel-Hirn-Verletzungen, Querschnittslähmungen oder Multiple Sklerose.

Bei der Ergotherapie in diesem Fachbereich geht es u. a. darum,

  • pathologische Haltungs- und Bewegungsmuster zu hemmen, abzubauen und normale Bewegungen anzubahnen
  • Sinneswahrnehmungen zu koordinieren, umzusetzen und zu integrieren
  • zentral bedingte Störungen von Grob- und Feinmotorik zu verbessern, um sensomotorische und perzeptive Funktionen zu stabilisieren. Das schließt die Verbesserung von Gleichgewichtsfunktionen ein.
  • neuropsychologische Defizite und Einschränkungen der kognitiven Fähigkeiten auszugleichen oder zu beheben. Das betrifft z. B. die Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit, das Gedächtnis oder Lese-Sinn-Verständnis, das Nachvollziehen von Teilschritten einer Handlung, das Erkennen von Gegenständen oder das Erfassen von Räumen, Zeit und Personen.
  • Ersatzfunktionen zu erlernen
  • sozio-emotionale Fähigkeiten zu entwickeln und zu verbessern, u. a. in den Bereichen der emotionalen Steuerung, der Affekte oder der Kommunikation
  • Alltagsaktivitäten im Hinblick auf die persönliche, häusliche und berufliche Selbstständigkeit zu trainieren
  • geeignete Hilfsmittel und Änderungen im häuslichen und beruflichen Umfeld zu besprechen, eventuell auch Hilfsmittel herzustellen und anzupassen